

Ein optischer Scanner ist ein Gerät, das physische Bilder oder Texte auf Papier in ein digitales Format umwandelt, das von Computern verarbeitet werden kann. Dies geschieht durch Digitalisierung des Bildes, wodurch es in ein Raster aus Kästchen umgewandelt wird. Jedem Kästchen wird der Wert Null oder Eins zugewiesen, je nachdem, ob das Kästchen ausgefüllt ist oder nicht. Dieses Verfahren eignet sich sowohl für Farb- als auch für Graustufenbilder. Jedes Kästchen kann mit bis zu 24 Bit dargestellt werden, um die Farbinformationen präzise zu erfassen. Die resultierende Bitfolge bildet eine Bitmap, die in einer Datei gespeichert, auf einem Bildschirm angezeigt oder mithilfe von Softwareprogrammen bearbeitet werden kann.
Wichtig ist, dass optische Scanner nicht zwischen Text und Illustrationen unterscheiden; sie behandeln alle Bilder als Bitmaps. Daher ist eine direkte Bearbeitung des gescannten Textes nicht möglich. Zur Bearbeitung von gescanntem Text werden Systeme zur optischen Zeichenerkennung (OCR) verwendet, die das Bild in ASCII-Zeichen umwandeln. Viele moderne optische Scanner werden mit einer OCR-Software geliefert, um die Textbearbeitung zu vereinfachen.
Optische Scanner unterscheiden sich in mehreren Aspekten:
- Scantechnologie: Die meisten Scanner verwenden CCD-Sensoren (Charge-Coupled Device), die aus dicht gepackten Reihen von Lichtsensoren bestehen. Diese können Schwankungen der Lichtintensität und -frequenz erfassen. Die Qualität des CCD-Sensors hat einen wesentlichen Einfluss auf die Scannerleistung. Hochwertige Trommelscanner nutzen PMT-Technologie (Photomultiplier Tube), sind aber teurer als CCD-basierte Scanner.
- Auflösung: Die Auflösung eines Scanners bestimmt die Dichte der Bitmap und wird in dpi (Dots per Inch) gemessen. Scanner unterstützen typischerweise Auflösungen von 72 bis 600 dpi, wobei höhere Auflösungen schärfere Bilder liefern.
- Farbtiefe: Die Farbtiefe gibt die Anzahl der Bits an, die zur Darstellung jedes Pixels in der Bitmap verwendet werden. Eine höhere Farbtiefe ermöglicht die präzise Darstellung von mehr Farben oder Graustufen. Beispielsweise kann ein 24-Bit-Farbscanner 16,7 Millionen Farben erfassen. Die Effektivität eines großen Farbspektrums hängt jedoch von der Fähigkeit des CCD-Sensors ab, unterschiedliche Farben zu erkennen.
- Größe und Form: Scanner unterscheiden sich in Größe und Design. Handscanner sind kompakt und eignen sich für kleine Bilder, können aber beim Scannen ganzer Seiten unpraktisch sein. Einzelblattscanner sind größer und verarbeiten lose Blätter effizient. Flachbettscanner, die Kopierern ähneln, sind ideal zum Scannen von Büchern, Zeitschriften und anderen gebundenen Dokumenten.
