
Ein optischer Scanner ist ein Eingabegerät, das Bilder, Codes, Texte oder Objekte mithilfe von Lichtstrahlen scannt und in digitale zweidimensionale (2D) Dateien umwandelt. Diese Dateien werden anschließend an Computer und Faxgeräte übertragen. Der gängigste optische Scannertyp ist der Flachbettscanner, der für verschiedene Zwecke eingesetzt wird, beispielsweise zum Lesen individueller Antwortformulare, zur Erstellung automatisierter Datenfelder und zur Erfassung von Fingerabdrücken.
Die Kerntechnologie eines optischen Scanners ist ein ladungsgekoppeltes Bauelement (CCD), das aus lichtempfindlichen Rezeptoren besteht. CCD-Kondensatoren können bis zu 70 Prozent des einfallenden Lichts erfassen – deutlich mehr als fotografischer Film, der typischerweise nur 2 Prozent erfasst.
Eine Einschränkung optischer Scanner ist ihre Unfähigkeit, zwischen Text und Grafik zu unterscheiden. Daher werden alle gescannten Inhalte in Bitmap-Bilder umgewandelt, wodurch gescannter Text nicht mehr bearbeitet werden kann. Optische Zeichenerkennungssysteme (OCR) sind jedoch häufig in optische Scanner integriert. Die OCR-Technologie übersetzt Bilder von handgeschriebenem, maschinengeschriebenem oder gedrucktem Text in ASCII-Zeichen (American Standard Code for Information Interchange) und ermöglicht so die Konvertierung von editierbarem Text. Viele moderne optische Scanner werden standardmäßig mit OCR-Paketen geliefert.
Optische Scanner werden üblicherweise mit proprietärer Software für eine konsistente Bildgebung ausgeliefert. Sie werden über verschiedene externe Ein-/Ausgabekanäle (I/O) wie USB (Universal Serial Bus), SCSI (Small Computer System Interface), FireWire und WLAN-Adapter mit Computergeräten verbunden und ermöglichen so eine nahtlose Integration mit verschiedenen Geräten und Systemen.
